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Aktivitäten

2022

Gefördert von der Stiftung Frauen in Europa und der TuWas-Stiftung für Gemeinsinn

SEID DOCH LAUT

ist eine Site-specific Performance in der Stasi-Zentrale Berlin - dem heutigen Campus für Demokratie - über die Oppositionsgruppe FRAUEN FÜR DEN FRIEDEN in Ost-Berlin.

Die Aufführungen finden Ende November - Anfang Dezember 2022 zum 40. Jahrestag der Friedensgruppe statt.

Die Entmachtung der SED war keine Männergeschichte! Was die Friedensfrauen damals bewegte, ist auch heute noch bedeutend. Fünf Performerinnen, alle in der DDR sozialisiert, bearbeiten Elemente der Erinnerungsberichte aus dem gleichnamigen Buch sowie zeitgenössische politische und literarische Texte in einer assoziativen, emotionalen Performance, die die Grenzen zwischen persönlicher und historischer Realität erforscht.

SEID DOCH LAUT wird ein interdisziplinäres Projekt mit Elementen aus Sprechtheater, Performance und Installation. Das Ziel des FLINTA* Kreativteams unter künstlerischer Leitung von Regisseurin Nancy Biniadaki und Schauspielerin Alexandra Finder ist die Sichtbarmachung der Friedensfrauen aus einer nicht-patriarchalen Perspektive mittels einer neuen Ästhetik und die Transformation des Raums: Im Laufe der Inszenierung wird der Vorstellungsraum, die ehemalige Stasi-Zentrale, zum Podium für den Dialog mit dem Publikum - ein Ort des demokratischen Diskurses und Austauschs.

Bild: Elisa Purfürst / © Alle Rechte vorbehalten

2021

Gefördert von der Stiftung Frauen in Europa

Die Geschichte einer Stunde // The Story of an Hour

von Kate Chopin
in einer Übersetzung von Hannah Schünemann
mit Motiven aus Charlotte Perkins Gilmans Kurzgeschichte Die Gelbe Tapete
ein Silent Piece in drei Teilen
in einer Fassung von Marie Schleef und Team

Die Geschichte einer Stunde erzählt von Louise Mallard, die vom plötzlichen Unfalltod ihres Mannes erfährt. Ein Zugunglück soll es gewesen sein. Sie bekommt die Nachricht von ihrer Schwester Josephine überbracht – sehr vorsichtig, leidet Louise doch angeblich an einer Herzschwäche. Sie bricht wohl in Tränen aus und sperrt sich ins Schlafzimmer ein. Nun überkommt Louise ein ungewohntes Gefühl. In einer Zeitspanne von genau sechzig Minuten entfaltet und begrenzt die 1894 veröffentlichte Kurzgeschichte von Kate Chopin die Möglichkeit eines utopischen Moments.

Die Geschichte einer Stunde (The Story of an Hour) bildet ein bisher wenig bekanntes Beispiel im Schreiben der amerikanischen Autorin, das nun zur deutschsprachigen Erstaufführung gebracht wird. Nach der Romanadaption von Die Fahrt zum Leuchtturm (Volksbühne Berlin, 2018) und der zum 58. Berliner Theatertreffen eingeladenen gemeinsamen Arbeit von Marie Schleef, Jule Saworski, Anne Tismer und Laura Andreß – Name Her (Ballhausost, 2020) – wird damit die von Marie Schleef konzipierte Trilogie rund um Räume der Emanzipation vollendet, in der Zeit- und Literaturgeschichte auf Möglichkeitsräume untersucht werden. Anschließend an Experimente mit Erzählformen und visuelle, performative Verschiebungen in den beiden vorausgegangenen Arbeiten, transformiert das künstlerische Team im dritten Teil Kate Chopins Kurzgeschichte in ein einstündiges Silent Piece, eine Bühnenerzählung ohne das gesprochene Wort. Mit Die Geschichte einer Stunde kehren Marie Schleef, Jule Saworski und Anne Tismer im Februar 2022 ans Kosmos Theater Wien zurück

Eine Produktion von Marie Schleef und Team in Kooperation mit dem Ballhaus Ost Berlin sowie in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Stiftung Frauen in Europa / TuWas – Stiftung für Gemeinsinn. © Alle Rechte vorbehalten

Performance: Anne Tismer
Idee, Konzept und Regie: Marie Schleef
Konzept, Bühne und Kostüm: Jule Saworski
Dramaturgie: Hannah Schünemann
Künstlerische Produktionsleitung:Michiko Günther und Ayako Toyama
Projektberatung: Anna Bergel
Online und Printmedien:MTania Schleef
Kommunikation und Netzwerk: Wiebke Jahns
Übersetzung ins Englische für Kommunikation und Recherche:Cameron Seglias